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    <title>dialogannahme : Rubrik:fremde Welt</title>
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    <dc:publisher>dialogannahme</dc:publisher>
    <dc:creator>dialogannahme</dc:creator>
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    <title>dialogannahme</title>
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  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/5539738/">
    <title>Ich hab ja  vier Jahre in der Gegend gewohnt, hat mir aber gar nicht gefallen,...</title>
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    <description>Ich hab ja  vier Jahre in der Gegend gewohnt, hat mir aber gar nicht gefallen, sagt die unbekannte Tresenfliege. &lt;br /&gt;
Einzelplatz am Tresen.&lt;br /&gt;
Der Andere Kollege hat eine Frau mit prominenter Nase in ein Gespräch verwickelt.&lt;br /&gt;
Haarfarbe stimmt: Beuteschema passt.&lt;br /&gt;
Stör ich mal besser nicht.&lt;br /&gt;
Ich hatte ja so viel in die Wohnung investiert, nur deshalb bin ich vier Jahre geblieben, sagt die unbekannte Tresenfliege.&lt;br /&gt;
Das Gespräch endet, der Andere Kollege ist frustriert.&lt;br /&gt;
Die Bedienung kommt mit großen Augen aus dem Raucherzimmer. &lt;br /&gt;
Ich habe in den vier Jahren mein Buch geschrieben, sagt die unbekannte Tresenfliege.&lt;br /&gt;
Im Raucherzimmer sitzt ein Gast nur noch in Unterwäsche, berichtet die Bedienung. &lt;br /&gt;
Die ist Künstlerin, ergänzt die prominente Nase. Jedes deutsche Wort, das sie nicht kennt, schreibt sie mit Edding auf die Haut. Offenbar hat sie heute abend schon viel gelernt. Der Platz auf Beinen und Bauch wird knapp.&lt;br /&gt;
Der Andere Kollege geht mal die Aschenbecher leeren. &lt;br /&gt;
Flachmann, Feudel, Augenweide, gebe ich ihm mit auf den Weg.&lt;br /&gt;
Ich habe ja Jazz-Gitarre studiert, sagt die unbekannte Tresenfliege.</description>
    <dc:creator>dialogannahme</dc:creator>
    <dc:subject>fremde Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 dialogannahme</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-24T21:17:00Z</dc:date>
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    <title>Samstag im Könich</title>
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    <description>Plötzlich, zwischen Kraftwerks Model und irgendwas, das dem Beat nach genau wie Witts Goldener Reiter klingt , zeigen viele Zeigefinger Richtung Panoramascheiben.&lt;br /&gt;
Es schneit, die Flocken fliegen fast waagerecht. Wie in einer Schneekugel.&lt;br /&gt;
Oder: Wie im Schwarzwald.&lt;br /&gt;
Ich bin froh, dass ich über dreißig bin und nicht den Drang verspüre, verwaschene Atari- oder Ladyfest-Spain-T-Shirts tragen zu müssen.&lt;br /&gt;
Ich bin froh, dass ich über dreißig bin und nicht den Drang verspüre, mir einen Unterlippenbart wachsen zu lassen.&lt;br /&gt;
Ich bin froh, dass ich über dreißig bin und nicht die letzten Jahre damit verbracht habe, meine Arme tackern zu lassen und meinen Bizeps aufzupumpen, leider unter sträflicher Vernachlässigung von  Trizeps und Deltoideus, was schonmal scheiße aussieht, gekrönt noch durch deutliche Anzeichen der östrogenen Hopfenwirkung.&lt;br /&gt;
Der Kollege philosophiert über Galapagosfinken, schnorrt sich von unserer Begleiterin eine Kippe und schnippt sie beim Gestikulieren versehentlich auf den Stiefelschaft des Minirockmädchens vom Nachbartisch. Nach einigen Sekunden setzt sich doch das Über-Ich durch, und natürlich nimmt sie ihm die Erklärung, warum er da gerade an ihren Beinen zu tun hatte, nicht ab. &lt;br /&gt;
Wir gehen Richtung Tanzfläche.&lt;br /&gt;
Die Evolution hat nicht ahnen können, dass es mal Empfängnisverhütung gibt.&lt;br /&gt;
Aber das ist auch das Dilemma der meisten Typen hier, sagt der Kollege. Die strahlen nur Fickbereitschaft aus, aber keine Verantwortungsbereitschaft. Evolutionär ist das noch unbewusst verdrahtet und bestimmt das Selektionsverhalten, und darum kriegen die ganzen verzweifelten Galapagosfinken hier heute keine ab.&lt;br /&gt;
Wir wählen den tätowierten jungen Mann als Beobachtungsobjekt. Sein Coach trägt eine Schiebermütze und hat ihn eben nochmal daran erinnert, warum sie hier sind: Entweder du gräbst jetzt eine an oder wir gehen woanders hin. &lt;br /&gt;
Balztanz, Bar, Jägermeister. &lt;br /&gt;
Der Kollege wettet um ein Bier, dass innerhalb der nächsten zehn Minuten geknutscht wird.&lt;br /&gt;
Die Begleiterin hält. Die Körpersprache der Frau, zu abweisend, und die sehe auch nicht so verzweifelt aus, als ob sie sich nicht auch anders amüsieren könnte.&lt;br /&gt;
Die Schiebermütze hat unser Gespräch mitbekommen und grinst breit.&lt;br /&gt;
Klick. Das Elektrofeuerzeug unserer Begleiterin zündet nicht.&lt;br /&gt;
Klick.&lt;br /&gt;
Klick.&lt;br /&gt;
Ich weiß, was die dritte Fehlzündung bedeutet.&lt;br /&gt;
Unsere Begleiterin weiß es auch.&lt;br /&gt;
Nach drei Minuten ist das Gespräch beendet:&lt;br /&gt;
&quot;Ich hab Dich als meinen Freund ausgegeben. Der Typ ist echt übel.&quot;&lt;br /&gt;
Zeit zu gehen.&lt;br /&gt;
Früher hätten wir jetzt zusammen Spinatspaghetti gekocht, aber heute geht jeder seinen Weg.&lt;br /&gt;
Und es fängt wieder an zu schneien.</description>
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    <title>Heimtierbedarf II</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;Froschflossenleder&quot; height=&quot;440&quot; alt=&quot;Froschflossenleder&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/dialogannahme/images/Froschflossenleder.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <title>Heimtierbedarf</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;Heimtierbedarf&quot; height=&quot;248&quot; alt=&quot;Heimtierbedarf&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/dialogannahme/images/heimtierbedarf.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:date>2007-11-11T20:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/4398114/">
    <title>Mitropa RAZR</title>
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    <description>Nein... nein.&lt;br /&gt;
Nein! &lt;br /&gt;
Nein, Mutti, du hast dich da nicht einzumischen! Punkt!&lt;br /&gt;
Nein...&lt;br /&gt;
Nein, du wartest einfach, bis ich was erzähle, wenn ich nichts erzähle, dann gibts nichts zu er...&lt;br /&gt;
Ja.&lt;br /&gt;
Nein... ist ja auch ne andere Zeit...&lt;br /&gt;
Ich muss einfach daran arbeiten, mich besser zu präsentieren...&lt;br /&gt;
Nein... nein, das ist wie überall in der Gesellschaft...&lt;br /&gt;
Ja, gut, bisher hatte ich nicht so den Erfolg, das waren alles nicht so... nicht so die Perlen jetzt, sach ich mal...&lt;br /&gt;
Ich muss an meinem ersten Eindruck arbeiten... was?&lt;br /&gt;
Ja, nee, nein, NEIN, das ist einfach so, die Menschen wollen belogen werden, so ist das nun mal!&lt;br /&gt;
Nein...&lt;br /&gt;
Nein, ich bin da bei so ner Art Partnervermittlung im Internet jetzt... &lt;br /&gt;
Janein...&lt;br /&gt;
Nein. NEIN! Mutti, du hast dich da einfach nicht einzumischen, du hast dich da einfach nicht einzumischen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ICE Berlin-Leipzig, im Schnauzehalten-Großraumwagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Thematik im &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/regional/berlin/tazplan-kultur/artikel/?dig=2007%2F10%2F31%2Fa0170&amp;src=UA&amp;cHash=6172b39481&quot;&gt;heutigen Print-Blog der taz&lt;/a&gt;.</description>
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    <dc:date>2007-10-30T19:46:00Z</dc:date>
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    <title>Alleinstellungsmerkmal</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;232&quot; alt=&quot;ostseezeitung&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/dialogannahme/images/ostseezeitung.jpg&quot; /&gt;</description>
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  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/3592502/">
    <title>Was ist eigentlich aus &lt;a href=&quot;http://dialogannahme.twoday.net/stories/2485101/&quot;&gt;Frau...</title>
    <link>http://dialogannahme.twoday.net/stories/3592502/</link>
    <description>Was ist eigentlich aus &lt;a href=&quot;http://dialogannahme.twoday.net/stories/2485101/&quot;&gt;Frau Kaufmann&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://chaperonrouge.twoday.net/20070413/&quot;&gt;geworden&lt;/a&gt;?</description>
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    <dc:date>2007-04-16T14:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/3449067/">
    <title>Michaela sagt sie kann Sonntage nicht leiden</title>
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    <description>Gemeinsam stehen sie am Waschbecken und schrubben die Fingernägel. Der Chef stellt die Eieruhr, dann verreiben sie den blauen Alkohol auf Händen und Unterarmen.&lt;br /&gt;
&quot;Junge&quot;, so spricht der Chef jeden seiner OP-Helfer an. &lt;br /&gt;
Der Chef hat Unterarme wie ein Pferdeschlachter, einen Bart wie ein polnischer Gewerkschaftsführer und braune tote Augen. Er hat in seiner Karriere drei chirurgische Verfahren entwickelt, die seinen Namen tragen. Eins davon ist genial einfach, er war der erste, der es wagte. Vorschulkinder hätten auf die Idee kommen können.&lt;br /&gt;
Nun sieht er zu, wie seine Klinik den Bach runtergeht. Die letzten Jahre bis zur Rente verbringt er damit, im Akkord geriatrischen Patienten neue Hüftgelenke einzusetzten.&lt;br /&gt;
&quot;Junge, ich beneide euch nicht&quot;, sagt er. Dann schrillt die Uhr, und sie gehen in den Saal.&lt;br /&gt;
Der Junge benötigt Hilfe mit dem Kittel.&lt;br /&gt;
&quot;Könn sie sich immer noch nicht allein anziehen!&quot;&lt;br /&gt;
Die Drachenschwester hat Dienst. Die mit dem kalten, blauen Blick aus kajalunterstrichenen Augen. Die jede Gelegenheit nutzt, den Nachwuchs anzufauchen. Gerne auf der persönlichen Ebene.&lt;br /&gt;
&quot;Sie stehn hier nur so ungeschickt rum! Sie sind bestimmt Einzelkind!&quot;&lt;br /&gt;
Der Junge tut so, als würde es ihn nicht treffen. Um ihr die Genugtuung vorzuenthalten. Das provoziert sie.&lt;br /&gt;
Und sie erzählt gerne von sich. Das Anästhesie-Team auf der anderen Seite der Blut-Hirn-Schranke muss die Kaufhausklassik ertragen, die sich die teilnarkotisierten Patienten immer als Beschallung wünschen - der Chef und der Junge die geballte Lebensweisheit der Drachenschwester, die nur von dem Schlürfen des Saugers und knappen Anweisungen unterbrochen wird.&lt;br /&gt;
&quot;Junge, hier. Junge, Strom.&quot;  &lt;br /&gt;
Eine Männergeschichte wird gerade abgeschlossen mit der Moral: &quot;Das Gute mit 35 ist ja, dass man weiss, was man will und was nicht.&quot;&lt;br /&gt;
Der Chef hebt kurz den Blick vom OP-Feld: &quot;Vor allem weiss man mit 35, was man kriegt und was nicht. Langenbeck-Haken. Junge, hier.&quot;&lt;br /&gt;
Dann ist erstmal Ruhe.</description>
    <dc:creator>dialogannahme</dc:creator>
    <dc:subject>fremde Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 dialogannahme</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-18T14:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/3273643/">
    <title>Er streicht ihr ganz sanft, ganz langsam, ganz hingebungsvoll über den Hinterkopf.&lt;br...</title>
    <link>http://dialogannahme.twoday.net/stories/3273643/</link>
    <description>Er streicht ihr ganz sanft, ganz langsam, ganz hingebungsvoll über den Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Wie manche Jungs ihre schmollende Freundin berühren.&lt;br /&gt;
Sie sieht ihn nicht an, ihr gletschereisbonbonblauer Blick ist in die Ferne gerichtet.&lt;br /&gt;
Wie der Blick von schmollenden Frauen, die sich ihrer Macht und ihrer Rolle sicher sind.&lt;br /&gt;
Sie zuckt nicht einmal mit den Ohren.&lt;br /&gt;
Es irritiert mich, wie dieser Typ seine Huskyhündin streichelt.</description>
    <dc:creator>dialogannahme</dc:creator>
    <dc:subject>fremde Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 dialogannahme</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-02T22:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/3134508/">
    <title>Frühkindliche Prägung</title>
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    <description>Die Schranktür knirscht, und zwischen den Rücken von Fotoalben und Sehnsucht-nach-Afrika-Taschenbüchern steht eine Ringbindung hervor, die mir sehr vertraut vorkommt.&lt;br /&gt;
Bei jedem Besuch habe ich danach gesucht, es aber nie gefunden. Die alte Buchhändlerin wusste gleich, welches Buch ich meine. Doch die letzte Auflage ist längst vergriffen, eine neue nicht geplant. Bei Ebay unauffindbar, über das ZVAB unerschwinglich. Also bei jedem Elternbesuch der Blick in Kellerschränke. Und jetzt entdecke ich es an einem Platz, an dem es mir sofort hätte auffallen müssen.&lt;br /&gt;
Nein, es geht nicht um Nostalgie. Ich habe weder Janosch im Regal noch Traumfänger an der Lampe, und Den Kleinen Prinzen (tm) habe ich nie gelesen. Ich erinnere mich nur noch vage an das Kinderbuch, ich konnte noch nicht lesen, ich weiss aber genau, wie sehr das Buch mich beeindruckt hat. Und jetzt will ich wissen, warum.&lt;br /&gt;
Die Seiten biggn a bisserl zama und riechen tun sie wie das ungeheizte Gästegiebelzimmer, die kalten Deckenberge, die Waschküche im Keller, die dicken Teppiche, mit Kaktusstacheln gespickt, der träge fließende Fluss hinter dem Haus.&lt;br /&gt;
Ich dachte damals, es müsse dort Berge geben, aber es waren allenfalls Hügel. Backsteintürme gab es immerhin und sogar eine Burg, die erkenne ich jetzt auf den Seiten des Buchs wieder.&lt;br /&gt;
Dort lebt der reiche Prinz, und er heiratet die schöne Prinzessin aus dem fernen Polenlande. Es gibt ein großes Fest mit Turnierkämpfen und Ringelstechen, von dem landauf und landab und noch lange Zeit gesprochen wird.&lt;br /&gt;
Doch nach vielen Jahren, es ist Herbst, die Zugvögel scharen sich zusammen und das Tal liegt im Nebel, da hört die Prinzessin eine Laute. Sie öffnet das Turmfenster, blickt hinaus und erkennt den Lautenspieler vom Hofe ihres Vaters wieder, der ihr das Lautenspielen beibrachte und der den Blick nicht von ihr lassen konnte, und er steht unter ihrem Fenster und spielt und singt:&lt;br /&gt;
Du von allen hast mir gefallen.&lt;br /&gt;
Wenn das mein Therapeut erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;198&quot; alt=&quot;duvonallenhastmirgefallen&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/dialogannahme/images/duvonallenhastmirgefallen.jpg&quot; /&gt;</description>
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  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/3118535/">
    <title>Angst vor Verstrunkung</title>
    <link>http://dialogannahme.twoday.net/stories/3118535/</link>
    <description>Wir drängen uns in den Gang des überfüllten Eurocities, sehr geehrte Fahrgäste, der Zug verkehrt heute ohne Wagen 268. Klar, so direkt nach den Feiertagen, da kann man schon mal einen Waggon vergessen.&lt;br /&gt;
Du stehst dicht neben mir, notgedrungen, notgedrängt, mit deinem Fischgrätmantel und dem Karton unter dem Arm. Wir kommen unverfänglich ins Gespräch, ich kenne das Buch, das du liest. Dauernd will jemand zum Klo, vor dem wir stehen, lesen ist so zu mühsam, und so unterhalten wir uns. Du musst am Hauptbahnhof raus, eine Station vor mir. &quot;Hey, verrat mir mal deine Adresse&quot;, sage ich, als du aussteigst, du schaust irritiert, &quot;dann kann ich dir deinen Karton vorbeibringen.&quot; Der steht nämlich noch in der Mitte des Ganges. Du lachst, bedankst dich und schreibst mir tatsächlich noch deine Nummer auf die Hand, genau wie Marla.&lt;br /&gt;
So stelle ich mir das vor.&lt;br /&gt;
Aber während wir unser Gepäck und uns wie Tetrisklötze arrangieren, ja, genau, der Kinderwagen ist prima, um die Reihe zu beenden, stehst du plötzlich auf der anderen Seite und neben mir dieser junge Polizist, der abwechselnd Doom auf seinem Handy spielt und dann wieder in einer mysteriösen technischen Zeitschrift blättert, vielfarbige Kurven auf Hochglanzpapier und Abbildungen türkisfarbener Roboter, die Glasgefäße an ihren vielgelenkigen Armen tragen, vermutlich zur Niederschlagsbestimmung auf der Venus. Mit dem Klo im Waggon gegenüber scheint es Probleme zu geben. Die ersten vier Frauen, die das WC betreten, verlassen es gleich wieder rückwärts und mit erhobenen Händen, als hätte sie jemand mit einer Waffe bedroht. Erst die Fünfte hat offenbar ein richtig dringendes Bedürfnis. Sie bleibt für Stunden die Einzige, alle anderen schieben sich an mir vorbei auf das andere WC und drängen mich immer weiter in die Ecke, weg von dir. Und du? Schenkst mir nicht einen einzigen Blick. Ich kann den Titel deines Buches lesen. Mir fallen schlaue Bemerkungen ein, aber du übersiehst mich. Und tauschst stattdessen Blicke mit diesem Bullen in seiner blauen Colani-Uniform, der nicht mal in der Lage war, der alten Frau mit dem Schalenkoffer unaufgefordert zu helfen.&lt;br /&gt;
Schließlich Hauptbahnhof, du schiebst dich an mir vorbei, ohne mich anzusehen. Die Türen schließen selbsttätig, der Zug rollt an und an dir vorbei, ich sehe dich ein letztes Mal, und dann hebe ich meine Tasche von deinem Karton, der noch immer im Gang steht. Tja, Schlampe, wär besser für dich gewesen, du hättest mich beachtet.</description>
    <dc:creator>dialogannahme</dc:creator>
    <dc:subject>fremde Welt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 dialogannahme</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-29T23:02:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/3115689/">
    <title>Schlüsselreize</title>
    <link>http://dialogannahme.twoday.net/stories/3115689/</link>
    <description>Hey komm, S., fällt sie mir entschlossen ins Wort und spricht mich auch noch mit Namen an, mitten im Gespräch, das war doch &lt;b&gt;der billigste Mädchentrick überhaupt&lt;/b&gt;, mit dem sie dich gekriegt hat. Genau wie diese Pullovernummer mit zu langen Ärmeln, in denen sie sich dann verkriechen, so kuck mal, wie klein und niedlich ich bin...&lt;br /&gt;
Moment, ich steh überhaupt nicht auf Mädchen..., versuche ich mich zu wehren.&lt;br /&gt;
... sondern auf Frauen, jaja, weiss ich doch, auf verrückte Frauen, aber auch wenn du denkst, du hast es durchschaut, funktioniert es trotzdem. Das ist genau wie bei mir und den Männern mit großen Autos.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 dialogannahme</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-28T23:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://dialogannahme.twoday.net/stories/2945961/">
    <title>&quot;Eh kein &apos; Sinn&quot;</title>
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    <description>Frauengeschichten? frage ich ihn. Wir haben uns monatelang nicht gesehen.&lt;br /&gt;
Er knurrt, macht eine wegwerfende Geste und stößt dabei an den Ikea-Tisch. Die leeren Bierdosen wackeln und tickern aneinander, aber keine fällt um.&lt;br /&gt;
Neenee, Frauen interessieren mich nicht, sagt er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwölf Stunden früher: Ich sitze an der Bar, weil ich das Elend nicht mit ansehen kann. Wie er mit verwaschener Artikulation und ungetrübtem Selbstbewußtsein die Caipirinha-trinkende Frauenrunde vollquatscht. Ich habe das Bier gleich und mit einem deutlichen Trinkgeld bezahlt. Sicherlich werden wir auf das Wohlwollen der Tresenfrau später noch angewiesen sein. Sie weiß mein Schweigen zu schätzen und stellt mir eine große Schale Knabberzeug hin. Ich schaue ihr bei der Arbeit zu. Routiniertes Hantieren mit Gläsern und Flaschen. Beruhigend wie die Metamorphosen in einer Lavalampe. Die Ruhe vor dem Sturm. Es kann nicht mehr lange dauern, bis mich mein Kumpel gewaltsam vom Barhocker holen, zu seinen neuen Bekannten zerren und mich vorstellen wird. Widerstand wäre zwecklos und würde alles nur noch schlimmer machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe mir keine Mühe, das Schicksal aufzuhalten. Schließlich ein würdeloser Abgang. Ich schleife meinen Kumpel untergehakt durch die Tür, er reisst sich noch einmal los und ruft Aber wenn, dann du! Du oder keine! und stochert dabei mit seinem Zeigefinger in der Luft, dann kann ich ihn wieder greifen und wir stolpern auf die Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Interesse an Frauen? Gestern wirkte das noch anders, sage ich.&lt;br /&gt;
Echt? Warum, was war denn los?&lt;br /&gt;
Er weiß es noch genau. Vielleicht nicht in allen Einzelheiten, aber das Wesentliche.&lt;br /&gt;
Und warum kein Interesse? frage ich stattdessen.&lt;br /&gt;
Weil es eh kein&apos; Sinn hat. Außerdem hab ich die Schnauze voll... Und selbst?</description>
    <dc:creator>dialogannahme</dc:creator>
    <dc:subject>fremde Welt</dc:subject>
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    <title>Asphalt</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;I love asphalt&quot; height=&quot;144&quot; alt=&quot;I love asphalt&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/dialogannahme/images/i_love_asphalt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lacht und sagt: Ich habe darauf gewartet, dass du das sagen wirst.&lt;br /&gt;
Weiß ich doch, deshalb habe ich es ja gesagt, antwortet sie und grinst.&lt;br /&gt;
Er betrachtet sie, ihre schwarzen Haare, die Germanistenbrille, den silbernen Ring an ihrer rechten Hand, mit der sie jetzt am Autoradio spielt.&lt;br /&gt;
Kannst dich ja melden, wenn wieder so eine Lesung ist, sagt sie und schaut zu ihm rüber.&lt;br /&gt;
Klar, antwortet er.&lt;br /&gt;
So hat es einfach keinen Sinn.&lt;br /&gt;
Kein Schicksal, nur Verzweiflung.&lt;br /&gt;
Er legt den Kopf an die kalte Seitenscheibe und schließt die Augen.</description>
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    <title>Wohnen und sich wohlfühlen</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;schoenerwohnen&quot; height=&quot;222&quot; alt=&quot;schoenerwohnen&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/dialogannahme/images/schoenerwohnen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rudicarrell.com/meindorf.txt&quot;&gt;&quot;Die Enge war zwar erst ein Schock,&lt;br /&gt;
jedoch vom Klo im siebten Stock&lt;br /&gt;
da schweift der Blick in weite Fernen.&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Die B-Seite der 78er-Hitsingle &lt;a href=&quot;http://www.rudicarrell.com/lyrics/goethe.txt&quot;&gt;&quot;Goethe war gut&quot;&lt;/a&gt;)</description>
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